Nicole´s Tagebuch
Das läuft ja wie geschmiert... (Teil 15)
Stop and Go, Slalom & Co. müssen sitzen – die letzte Hürde vor der praktischen Prüfung
Von NICOLE KANNGIESSER
Kassel. Bevor es zur praktischen Prüfung geht, müssen noch die Grundfahraufgaben geübt werden. Zu denen gehören: Fahren eines Slaloms mit Schrittgeschwindigkeit, die Gefahren-Bremsung, Ausweichen ohne Abbremsen, Ausweichen nach Abbremsen, kleiner Slalom oder langer Slalom, Fahren mit Schrittgeschwindigkeit geradeaus, Stop and Go oder alternativ eine Kreisfahrt. Ok! Das ist ja eine ganze Menge...
Mit Stop and Go fingen wir an. Und, siehe da: Es klappte. Auch Schrittgeschwindigkeit geradeaus und sogar den Slalom in Schrittgeschwindigkeit absolvierte ich sogar beim ersten Mal ohne ein Hütchen umzukegeln. „Unglaublich“, freute sich mein Fahrlehrer lachend. Beim Slalom mit 30 km/h sah ich wohl etwas verkrampft aus. „Entspann dich mal ein bisschen“, hören ich meinen Fahrlehrer über den Kopfhörer, „Schön rund um die Hütchen fahren...“
Nach wenigen Minuten gewöhnte ich mich wieder an die Neigung des Motorrads, legte mich richtig in die Kurve und es klappte. „Hier müssen wir wohl nicht mehr viel üben, Nicole. Sehr schön.“ Man, ich war vielleicht stolz und die Fahraufgaben machte mir wirklich eine Menge Spaß. Hoffentlich ist das auch noch so, wenn der Prüfer sich meine Fahrkünste hier im Betonwerk in Oberzwehren anschaut...
Insgesamt wiederholten wir die Grundfahraufgaben an drei Tagen, insgesamt sechs Fahrstunden, wenn ich mich recht entsinne. Bei der Gefahren-Bremsung war ich anfangs etwas zaghaft. „Was für ein Bremsweg“, sagt mein Fahrlehrer kopfschüttelnd, „da hättest du sicherlich zwei Fußgänger auf die Hörner genommen.“ Ich musste lachen. Aber mal im Ernst, jetzt streng dich mal an, Nicole! Und beim zweiten Mal, sah das Ganze auch schon besser aus. „Schluss für heute. Wir gehen das alles auch nochmal vor der Prüfung durch.“
Vollkommen motiviert und zufrieden über meine Leistung fahre ich nach Hause. Da kann ja gar nichts mehr schief gehen... Dachte ich jedenfalls...
Bis zum nächsten Mal,
eure Nicole